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Leckeres zur fünften Jahreszeit

 

Sagt man eigentlich "Krapfen", "Berliner" oder "Kräppel"? Egal, wie das leckere Traditionsgebäck nun auch genannt wird, sie gehören zu Karneval wie Kamelle und Kostüme! Aber woher kommt überhaupt diese leckere Tradition und wie werden die Teigtaschen wo genannt? In unserem Magazin klären wir heute auf.

Spätestens zum Jahresstart geht es los und die Bäckereien haben wieder die "Krapfen" im Sortiment. Es gibt inzwischen viele bunte Varianten: mit Puderzucker oder Schokoglasur, mit Zuckerguss und bunten Perlen, gefüllt mit Marmelade, Nougat oder süßer Creme. Genauso vielfältig wie die "Krapfen" selbst, sind auch ihre Bezeichnungen.

In großen Teilen Norddeutschlands, von Mecklenburg über Schleswig-Holstein und Niedersachsen bis nach Westfalen und dem Rheinland sowie in Teilen der Pfalz, Baden-Württembergs (vor allem im Westen), im Saarland und in der Deutschschweiz bekommt man das süße Gebäck wenn man nach einem "Berliner" fragt. In Hessen, der Kurpfalz, Unterfranken, Rheinhessen und Westthüringen gönnen sich die Jecken ihren "Kreppel" oder "Kräppel" in der 5. Jahreszeit. Kleiner Fun-Fact: In Berlin selbst und großen Teilen Ostdeutschlands,  von Vorpommern bis nach Thüringen und Sachsen, spricht man von "Pfannkuchen". In Süddeutschland und Österreich sagen die Narren "Krapfen" zu ihrem süßem Fettgebäck.

 

 

 

 

Aber wie wurden die "Krapfen", "Kräppel" oder "Berliner" eigentlich zum Faschingsgebäck? 

Nach der Jeckenzeit startet traditionell die Fastenzeit, die früher noch sehr viel strenger eingehalten wurde als heutzutage. Deshalb sollte man sich vorher noch einmal ordentlich satt essen und feiern – und die süßen "Krapfen" waren das ideale Gebäck, um vor der Fastenzeit noch einmal richtig zu schlemmen bevor man sich in Verzicht übte.

Wem jetzt auch das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist, kann am besten gleich selbst loslegen und nachbacken. Hier ein Rezept zu den Klassikern. Viel Spaß & guten Appetit!

Rezept:

Zubereitung: 60 min – Wartezeit: ~ 2h – Backzeit: ~ 6 min

Zutaten (für rund 20 Krapfen)

  • 1 Päckchen Hefe (42 g)
  • 100ml lauwarme Milch
  • 150g + 350g Mehl
  • 2 Eier
  • 2 Eigelb
  • 50g Zucker
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 50 g weiche Butter
  • Frittierfett zum Ausbacken (1-2 Liter)
  • Zum Wälzen: Puderzucker oder normaler Zucker
  • Zum Befüllen: Marmelade eurer Wahl (bei mir Himbeer)

 

Zubereitung

  1. Die Hefe in die Milch bröckeln und verrühren, bis die Hefe sich vollständig gelöst hat.
  2. 150 g Mehl zufügen und alles zu einem geschmeidigen Vorteig verkneten. Ich habe hierzu einen Kochlöffel benutzt. Zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.
  3. Eier, Eigelb und Zucker mit einem Mixer schaumig schlagen. Restliches Mehl hinein sieben. Vorteig zugeben und mit Vanillemark und Butter zu einem glatten Teig kneten. Nochmals zugedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen.
  4. Inzwischen zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Dann aus dem Teig kleine Kugeln formen und diese auf den Blechen mit etwas Abstand verteilen. Mit einem Küchentuch abdecken und nochmals gehen lassen, bis sich das Volumen der Kugeln verdoppelt hat.
  5. Das Fett auf ca. 170 C° erhitzen. Ich habe hierzu eine Fritteuse und 2 Liter Frittierfett verwendet. Teigkugeln hineingeben und etwa 3 Minuten mit geschlossenem Deckel frittieren. Dann wenden und nochmals 3 Minuten zugedeckt backen lassen. Krapfen herausheben, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und dann in Zucker wälzen oder mit Puderzucker bestäuben. Mit einem dünnen Stab ein Loch quer durch den Krapfen stechen, die gegenüber liegende Seite jedoch nicht durchstechen. Mit Hilfe einer Spritztüte die Krapfen mit Marmelade befüllen.

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